Donnerstag, 12. April 2012

Die Tiefbeetkultur- Platz für viel Gemüse



Als mein Mann, Lebenstraumpionier, sich für die Idee eines neuen Nutzgartens erwärmte, legte ich ihm die Bücher von Seymor ans Herz und auf den Tisch.

Ich liebe englische Gartenkunst und ich habe eine Schwäche für Träumer. Seymor hat Zeit seines Lebens an Umwelt- und Menschenfreundlichen Lebensperspektiven gefeilt. Seine Idee, sich selbst zu versorgen, mit allem, was der Mensch zum Leben braucht, hat mich sehr berührt. Neben der Ernte von gesundem Obst und Gemüse hat er sich auch sehr mit alten Handwerkskünsten beschäftigt und ausprobiert---ich mache das auch so gern. Und nach vielen verschiedenen Handwerkskünsten bin ich erst einmal bei der Seife und beim filzen, weben und spinnen geblieben---obwohl ja im Moment auch die Gerberei einen etwas größeren Stellenwert einnimmt----

mit geringerem Abstand gesetzter Kohl
so dass sich die Blätter berühren

















Seymor sagt nun aus, dass man seine Familie mit einem Hektar Land rundum selbst versorgen kann. Neben Schweinekoben und Kreislaufwirtschaft---es verlangt auch von dem Einzelnen viel ab. Liebe zu dieser Art Leben und Geschick, auch den unbedingten Willen jeden Winkel des Hektar konsequent zu nutzen. Das tu ich nun leider nicht. Ich habe gern immer auch verwilderte verwunschene Ecken, gebe den Elfen Raum und Ort---

Elfe im Garten
Mein Mann war begeistert von Seymors Ideen und hat sie im Garten auch gut umgesetzt. Da ist als Anfang die Tiefbeetkultur zu nennen. Das bedeutet tief umgraben und den Boden nicht mehr betreten. Durch das tiefe lockern des Bodens können die Wurzeln in die Tiefe, nicht in die Breite wachsen. Das ermöglicht viel dichteres bepflanzen. Das Bepflanzen oder aussäen erflogt nicht in Reihen, sondern in Diagonalen. Hier können die Kulturen bis viermal dichter stehen, als im herkömmlichen Gartenbau. Die Pflanzabstände sollten so gewählt werden, dass sich die Blätter der ausgewachsenen Pflanzen leicht berühren. Da der Boden zwischen den Pflanzen nie betreten wird, läßt sich Unkraut leicht entfernen. Durch das berühren der Blätter wird der Boden gut bedeckt und es ist weniger Wasser vonnöten, da sich unter den Blättern ein Wachstumsförderndes Mikroklima bildet und auch Unkraut läuft nicht soviel auf. Im vorigen Jahr hatten wir so grosse Erträge, dass wir in diesem Jahr bei einigen Kulturen weniger Pflanzen setzen und Anderen wiederum etwas mehr Platz einräumen.

sehr eng gesetzter Kohlrabi

die Blättchen berühren sich schon
 







So werden wir jedes Jahr mit Seymors Hilfe unserem Gartentraum ein Stück näher kommen.

Viel Freude am eigenen Garten, wünscht Kalle

Mittwoch, 4. April 2012

Unser Gewächshaus

Wenn die Frühlingstemperaturen auf sich warten lassen, dann ist es Zeit und Gelegenheit, sich um das Gewächshaus zu kümmern.


Unser Gewächshaus

Unser Gewächshaus ist ja nicht ganz so richtig Eines, eher ist es ja der alte Fahrradschuppen vom Bahnhof, den wir mit einer Glasfront versehen haben. Alles in handlicher Höhe, da der mensch ja auch irgendwann alt wird und dann keine Lust mehr hat auf dem Gewächshausboden herumzukriechen.
Hochbeet im Gewächshaus
Lichtband im Dach





Einige gute Erträge hat uns das Haus schon beschert, obwohl wir bemerkt haben, dass sich unsere Konstruktion eher für den frühen Salatgurkenanbau und für die Voranzucht von einigen Kulturen eignet. Tomaten haben so ihre Schwierigkeiten. Sie werden zwar riesig, aber wenig Früchte und dann diese auch erst extrem spät reifend. Im vorigem Jahr hatten wir zum Beispiel den Salat und Dill im Gewächshaus vorgezogen und wurden mit einer superreichen Ernte belohnt.







Die Salatgurken entwickeln sich prächtig


Heute haben wir nur die Erde vorgewässert und die Scheiben geputzt. Um das Gewächshaus herum haben wir eine witzige Oster---Frühlingsdeko aufgebaut, da es der erste Eindruck ist, den Besucher haben, die auf unseren Hof kommen.
Ein frohes Osterfest wünsche ich Allen

Mit diesem Eindruck wünsche ich allen ein schönes Osterfest,
eure Kalle